Wir sind Menschen aus verschiedenen Nationen, Kulturen und Glaubensrichtungen.
Schweizer, Deutsche, Franzosen, Amerikaner, Österreicher und Menschen aus vielen anderen Nationen gehören zu unserem Freundeskreis. Viele von ihnen sind in die Lebens- und Arbeitsgemeinschaft eingetreten und leben nun in Linden als Mitglieder der Genossenschaft Methernitha.
In der Gemeinschaft selbst leben und arbeiten wir unter denselben Dächern. Bei uns ist jeder jedem gleichgestellt. Wir haben keine über- oder untergeordneten Mitglieder innerhalb der christlichen Vereinigung. Wir alle sind Schüler auf dieser Welt.
„In der Schule des Lebens bleibt man stets ein Schüler.“
Christine von Schweden (1626-89), 1632-54 Königin
Selbst die kleinste Mithilfe ist in unserer Gemeinschaft von grossem Wert. Darum arbeiten unsere älteren Mitglieder, soweit sie es möchten und ihre Gesundheit es ihnen erlaubt, Seite an Seite mit den jüngeren Mitgliedern. Pflegebedürftige Personen betreuen wir mit Dank und grosser Wertschätzung bis zu ihrem Tode.
Allen unseren Mitgliedern ist die eigene Verantwortung innerhalb der sozialen Sphäre bewusst. Jeder ist in allen seinen Entscheidungen und Handlungen seinem eigenen Gewissen verpflichtet.
Jedes Mitglied hat seine eigene Privatsphäre. Wichtig ist uns aber auch das Leben in der Gemeinschaft, weil wir dadurch sehr viel über uns selbst lernen können. In einer Wohn- und Arbeitsgemeinschaft stösst man schneller an die charakterlichen Grenzen und Schwächen und ist folglich gefordert, sich mit sich selbst auseinander zu setzen. Aus diesem Grund ist ein Gemeinschaftsleben nicht immer leicht.
Über die Schwächen des Anderen hinweg zu sehen und sein Augenmerk auf seinen eigenen Fortschritt im Guten zu richten ist eine grosse Herausforderung und verlangt ein gewisses Mass an Selbstdisziplin und menschlicher Grösse.
Wir leben in der Methernitha nach der weisen Regel der Benediktiner "Bete und Arbeite".
So gilt in unserer Gemeinschaft die 40 Stunden-Woche, d.h. jeder, sofern es sein Gesundheitszustand zulässt, arbeitet 8 Stunden pro Tag. Die Zuteilung der Arbeit kann von Person zu Person verschieden sein. Teilweise arbeitet der Eine oder Andere an mehreren Arbeitsplätzen, je nach Bedarf.
Da wir durch unsere besondere Wirtschafts-Struktur die Möglichkeiten geschaffen haben, dass die sonst in der Freizeit anfallenden Arbeiten durch verschiedene Abteilungen in der Gemeinschaft erledigt werden, erhält jeder mehr Freizeit für die Verwirklichung der inneren Anliegen.
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